Unternehmen / Ausland

Murdochs Reich ist unter Druck

Das Medienimperium des Milliardärs ist im Gegenwind. Die Kurskorrektur führt politisch weiter nach rechts.

Rupert Murdoch kann nicht zufrieden sein. Zwar ist der 89-jährige Milliardär dank dem Fernsehsender Fox News sowie Zeitungen wie der «New York Post» und dem «Wall Street Journal» eine der einflussreichsten Figuren der US-Medienlandschaft. Sein Imperium steht aber vor einer grossen Herausforderung. Das verdeutlicht der Zuschauerschwund bei Fox News. In der Woche vom 18. bis zum 24. Januar schalteten 26% weniger Zuschauer den Nachrichten­sender ein als im Jahr zuvor. Sinkende Zuschauerzahlen bedeuten geringere Werbeeinnahmen und weniger Gewinn.

An einem allgemeinen Nachrichtenverdruss liegt der Rückgang nicht, denn die Konkurrenten CNN (+142%) und MSNBC (+47%), die zum Telecomkonzern AT&T respektive zum Kabelnetzbetreiber Comcast gehören, konnten im selben Zeitraum Publikum gewinnen. Mit durchschnittlich 2,1 Mio. (CNN) sowie 1,8 Mio. Zuschauern (MSNBC) lösten sie Fox News mit 1,4 Mio. Zuschauern bei den Nachrichtensendern gar von der Spitze ab, zum ersten Mal seit zwanzig Jahren. Für den Wechsel gibt es ein exaktes Datum: 3. November – die Wahl des US-Präsidenten.

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