Märkte / Makro

Myanmar drängt nach vorne

Das südostasiatische Land dominiert die Schlagzeilen mit politischen Krisen. Dennoch hat sich das Investitionsklima deutlich verbessert.

Einst wegen der fruchtbaren Böden «Reissilo der Welt» genannt, hinkt Myanmar heute seinen wirtschaftlich aufstrebenden Nachbarn hinterher. Während sich China, Indien und Thailand in den vergangenen ­Jahrzehnten dank tiefgreifenden Wirtschaftsreformen rasant entwickelt haben, bleibt Myanmar mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 1400 $ eines der ärmsten Länder Asiens. Allerdings hat Myanmar dank seinem Landwirtschaftssektor, einer Grosszahl von günstigen Arbeitskräften und wegen seiner zentralen geografischen Lage ein enormes Wachstumspotenzial: Es ist die natürliche Landbrücke zwischen Indien, China und Südostasien.

Zudem ist das Land, das flächenmässig rund doppelt so gross ist wie Deutschland, bereits dabei, den Rückstand zu den Nachbarn aufzuholen. So ist Myanmar dank seinen boomenden Agrarexporten neben Vietnam und dem Erdölproduzenten Brunei die einzige südostasiatische Volkswirtschaft, die im laufenden Jahr ein expandierendes Bruttoinlandprodukt (BIP) aufweist. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?