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Nach 300 Jahren Union tut scheiden weh

Im September stimmen die Schotten darüber ab, ob sie sich von Grossbritannien lossagen wollen. Das Volk ist gespalten, aber ein Ja zur Unabhängigkeit ist nicht ausgeschlossen.

Clifford Padevit, Edinburgh

Die Pfeiftöne und das sonore Brummen des Dudelsacks füllen die Royal Mile. Hier, inmitten von Edinburghs Altstadt, schlendern auch an diesem Abend im Juni Touristen von der über der Stadt thronenden Burg hinunter zum modernen Parlament. Es reihen sich Läden aneinander, die Bekleidung im Schottenmuster, Whisky und den üblichen Souvenirkram anbieten, Pubs und Restaurants runden das Angebot ab. David Spiers heisst der Dudelsackspieler, der sich gerade eine Pause gönnt.

David ist 24 Jahre alt, hat blonde, gekrauste Haare und blaue Augen, trägt einen Kilt, und wie sich herausstellt, hat er sich seit seiner Jugend mit dem Thema Unabhängigkeit befasst. «Länder sollen über ihr Schicksal selbst bestimmen können», findet der Musiker. Für ihn sei das ein demokratisches Prinzip. «Die Schweiz würde doch auch keine Union mit einem anderen Land eingehen», sagt er.

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