Unternehmen / Finanz

Nach Cembra-Absturz: Finger weg oder zugreifen?

Investoren sind sich uneins über die Aussichten Cembras ohne Grosskundin Migros.

Die Reaktion des Marktes auf Cembras Verlust des Migros-Auftrags kam prompt, und sie war ungnädig. Der Taucher der Cembra-Aktien am Montag um zeitweise mehr als 30% – bei Handelsvolumen, die fast ein Zehntel des gesamten Aktienkapitals ausmachten – ist für Schweizer Verhältnisse ein aussergewöhnliches Ereignis. Vergleichbare Abstürze gibt es sonst oft nur im Zusammenhang mit Kapitalmassnahmen wie etwa der Ankündigung einer Kapitalerhöhung oder bei tiefgreifenden Krisen.

Die Migros-Nachricht hat offenbar viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuss erwischt. Mit dem Gewinnrückgang um 10 bis 15% für das Geschäftsjahr 2022, den Cembra in Aussicht gestellt hat, allein kann – auch wenn er möglicherweise zu optimistisch ist – die Kurskontraktion nicht begründet werden. Ein Schweizer Fondsmanager erklärt die Implosion damit, dass die Titel schon länger «totes Geld» gewesen seien. Es habe schon vor der Migros-Nachricht viele unglückliche Cembra-Aktionäre gegeben.

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