Mit einem Anteil von 25% an der ständigen Wohnbevölkerung weist die Schweiz im internationalen Vergleich eine sehr hohe Ausländerquote auf (ohne Asylanten). In der EU kommt nur Luxemburg mit 46,7% auf einen höheren Wert; der EU-Durchschnitt erreicht 7,2%. Der Ausländeranteil in der Schweiz ist allerdings nicht erst seit der Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU hoch. Schon 1910 erreichte diese Relation fast 15%. Zur Jahrtausendwende, also vor der Einführung der Personenfreizügigkeit, betrug sie bereits knapp 20%. Der Hauptharst der Zuwanderer stammt aus Nachbarländern der Schweiz. Das klassische Einwandererland Italien hat seit 2000 etwas an Gewicht eingebüsst, stellt mit rund 317 000 Einwohnern aber immer noch das grösste Kontingent, entsprechend 3,8% der Gesamtbevölkerung. Danach folgen deutsche Staatsangehörige: Ihre Zahl hat sich seit 2000 fast verdreifacht. Die Zahl der in der Schweiz lebenden Portugiesen hat sich in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt. Allein aus diesen drei Ländern stammen gut 42% der ausländischen Wohnbevölkerung. Fast 70% der 2,1 Mio. Ausländer in der Schweiz verteilen sich auf die zehn grössten Herkunftsländer. Umgekehrt lebten Ende 2016 gut 775 000 Schweizer im Ausland, ein Drittel mehr als zur Jahrtausendwende. Die Schweiz ist – einer historischen Tradition folgend – auch ein Auswandererland geblieben.