Märkte / Devisen

SNB hat nichts gegen Eurokurs unter 1 Fr.

Der Franken-Euro-Kurs ist unter die Parität gerutscht. Dass er dort bleibt, prognostiziert nur eine Minderheit der von FuW befragten Devisenexperten.

Knapp zwei Wochen nach dem historischen Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank, an dem sie den Leitzins um einen halben Prozentpunkt erhöht hat, ist passiert, was viele Marktbeobachter erwartet hatten: Der Euro-Wechselkurs zum Franken ist unter die Parität gerutscht.

Für die Nationalbank kommt diese Bewegung kaum überraschend. Sie verzichtete bewusst darauf, eine Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank abzuwarten. Der SNB-Leitzins liegt nun auf –0,25% und damit über dem Einlagesatz der EZB von –0,5%.

Das Ziel, dass die Frankenzinsen deutlich niedriger liegen sollen als die Eurosätze, hat die SNB damit aufgegeben. Es sollte dazu beitragen, den Franken weniger attraktiv zu machen und auf diese Weise zu schwächen. Die Nationalbank lasse von nun an den Franken aufwerten, sagt Thomas Steinemann, CIO der Bank Bellerive in Zürich, im Interview mit dieser Zeitung.

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