Auch Indianer wählen den «grossen Vater» in Washington – politisch korrekter: Auch Native Americans beteiligen sich an der Wahl des Präsidenten. Das ist bequem im Drive-in-Stil möglich; am Steuer sitzend den Wahlzettel in die «Ballot Box» werfen. Die Dame hier wählt im Lummi-Reservat an der Pazifikküste, zwischen Seattle und der kanadischen Grenze. Die ersten Amerikaner gehören zu den letzten, die zur Wahl zugelassen wurden. 1924 erhielten die Nachfahren der Ureinwohner per Gesetz zwar alle amerikanischen Bürgerrechte zuerkannt, doch bis die Bundesstaaten das umsetzten, dauerte es noch Jahre und Jahrzehnte. Der Voting Rights Act von 1965 und später erlassene Gesetze beseitigten dann endlich die letzten Schikanen. Wen diese motorisierte Wählerin aus dem Staat Washington für Washington, D. C. vorzieht, ist ihr Geheimnis. Eine glasklare Sache für die Demokraten ist die Native- und Inuit-Wählerschaft (etwa 2% der gesamten Bevölkerung) keineswegs, auch dort gibt es Trumpianer. Übrigens: Charles Curtis, Senator von Kansas und von 1929 bis 1933 gar Vizepräsident der USA, war mütterlicherseits indianischer Herkunft, aus den Stämmen der Kaw, Osage und Potawatomi. Curtis war Republikaner.
(Bild: AP Photo/Elaine Thompson)