Unternehmen / Finanz

Negativzinsen fressen sich durch

Ab heute Donnerstag gilt der Negativzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Grosskunden werden belastet, obwohl nicht alle Banken Negativzins zahlen müssen.

Er trägt den unverfänglichen Namen ­Guthabengebühr. Der Negativzins wird am Markt schneller Realität, als manche gedacht hatten. Die Credit Suisse hat ihn für Firmenkunden angekündigt. UBS, Zürcher Kantonalbank (ZKB) und weitere Banken erwägen ähnliche Massnahmen.

Differenzierte Weitergabe

«Wir prüfen vergleichbare Schritte wie andere Banken. Wir denken an eine differenzierte Weitergabe der Negativzinsen, wobei die Höhe der Einlagen und deren Zweck den Ausschlag geben werden», heisst es aus dem Treasury der ZKB. Die UBS sagt: «Für institutionelle und Firmenkunden mit grossen Bargeldeinlagen werden wir die Situation weiter sehr eng verfolgen und behalten uns vor, analog zum Bankensegment auch für Firmenkunden mit grossen Cash-Beständen Guthabengebühren einzuführen.» In der Branche tönt es überall ähnlich.  Die CS hat als Einzige explizit bei institutionellen Kunden und grossen Firmenkunden eine Guthabenkommission angekündigt. Diese Massnahme ist ebenso im Sinn der SNB wie der CS, die so ihre Marge verbessern kann. Nach Informationen der FuW müssen die beiden Grossbanken auf ihren Beständen bei der SNB keine Negativzinsen zahlen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?