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Märkte / Makro

Negativzinsen und der Abgesang auf das Bargeld

Papiergeld wird bei Zinsen unter null zum Hochzinspapier. Das behindert die Geldpolitik der SNB. Ein Wechselkurs zwischen Bargeld und Geld auf dem Konto kann helfen.

Mit der neuen, seltsamen Welt der Negativzinsen wird sich jeder Schweizer spätestens dann auseinandersetzen müssen, wenn auch auf dem Privatkonto Negativzinsen drohen.  Noch subventionieren die schweizerischen Banken die Privatkunden durch zu hohe Hypothekensätze.

Wenn denn aber einmal deren Kontosaldo wegen der negativen Verzinsung sinkt, wird auf einmal Bargeld als Anlage hoch interessant. Die Banknote als liquides Wertpapier mit Nullzins wird dann zur Hochzinsalternative.

Wenn Anleger vom Bankkonto in Papiergeld flüchten, wird aber die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) entkräftet. Sie will ja mit dem negativen Leitzins den Franken unattraktiv machen und damit gegenüber dem Euro schwächen. Ist der Negativzins für Privatanleger tief genug, könnte das massenhafte Lagern von Banknoten zum Geschäft werden. Damit könnte der Wertverlust auf dem Konto umgangen werden.

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2 Kommentare zu «Negativzinsen und der Abgesang auf das Bargeld»

  • Markus Sigrist sagt: 18.04.2015 – 22:49 Uhr

    Ich verstehe nicht, warum die Nationalbank nicht einfach die Druckerpresse auf Hochtouren laufen lässt. Wenn sie genug druckt, wird der Franken automatisch schwächer. Mit dem gedruckten Geld muss sie ja nicht Euro kaufen, es gibt auch andere Währungen, man könnte damit einen guten Staatsfonds gründen und das Geld weltweit gewinnbringend investieren, die Bundeskasse und die Sozialwerke könnten auch profitieren und man hätte sogar noch genügend frisch gedruckte Franken, um damit den Ärmsten der Welt zu helfen. So kann man sich den Murx mit den Negativzinsen sparen, die Exportindustrie dankt und fast allen ist geholfen.

  • Jean Ackermann sagt: 18.04.2015 – 13:34 Uhr

    Negativzinsen wurden von der Nationalbank nur eingeführt um den Zustrom riesiger Geldmengen aus anderen Währungsräumen, die durch die konvertierung in Franken den Franken aufwerten würden (Angebot/Nachfrage), zu bremsen. Passionierte Keynesianer wie Kimball sehen in den Negativzinsen eher ein Insrument zur totalen Steuerung der Wirtschaft durch die Politik und die Ökonomengilde (hier Keynesianer). Da stört eigentlich nur das Bargeld!! Durch die Einführung einer Gebühr auf Bargeld schlägt man zwei Fliegen mit einem Streich, man führt durch die Hintertür eine neue Steuer auf die Sparer ein die man dann beliebig manipulieren kann, und das Geldsystem und damit die Wirtschaft wird im totalitären Sinn von der Politik steuerbar.