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Nestlé: Nach dem Rückkauf ist vor dem Rückkauf

Der Nahrungsmittelmulti lanciert bereits am Freitag ein neues Rückkaufprogramm über 20 Mrd. Fr.

(AWP) – Der Lebensmittelkonzern Nestlé (NESN 109.02 -0.31%) hat sein Aktienrückkaufprogramm über 20 Mrd. Fr. wie geplant beendet. Ausserdem wird ein neuer Rückkauf gestartet – wie im Oktober bereits angekündigt.

Im Rahmen des Rückkaufprogramms, das seit dem 4. Juli 2017 lief, wurden rund 225,2 Millionen Aktien zu einem Durchschnittspreis von 88,82 Fr. je Stück zurückgekauft, teilte die Gesellschaft am Montagabend mit.

An den Generalversammlungen 2018 und 2019 war die Vernichtung von rund 136,2 Millionen Aktien beschlossen worden. Das Aktienkapital reduzierte sich dadurch auf aktuell 297,6 Mio. Fr. Die nächste ordentliche GV im Jahr 2020 werde über die Vernichtung der restlichen 89,0 Millionen Aktien bestimmen, hiess es.

Weitere 20 Mrd Fr.

Bereits im Oktober hatte Nestlé zudem ein weiteres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Der Konzern will im Zeitraum von 2020 bis 2022 weitere bis zu 20 Mrd. Fr. in Form von Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausschütten.

Nun wurden Details kommuniziert. Geplant ist, den Rückkauf an oder ab dem kommenden Freitag, den 3. Januar zu starten, wie es am Montagabend weiter hiess. Bis Ende Dezember 2022 sollte dieser zudem beendet sein.

Ein Rückkaufvolumen von 20 Mrd. entspreche – basierend auf dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag – 188,0 Millionen Namenaktien bzw. 6,31% des derzeitigen Aktienkapitals und der Stimmrechte von Nestlé.

Abhängig von Marktumfeld

Das Volumen der monatlichen Rückkäufe sei abhängig von den Marktbedingungen, so Nestlé. Sollte während der Dauer des Aktienrückkaufs eine oder mehrere Sonderdividenden ausgeschüttet werden oder sollten in diesem Zeitraum grössere Akquisitionen stattfinden, werde der Gesamtbetrag des Rückkaufprogramms entsprechend reduziert.

Für den Aktienrückkauf werde die bestehende zweite Handelslinie an der Schweizer Börse SIX weitergeführt. Der Verwaltungsrat beabsichtigt zudem, an den Generalversammlungen die Kapitalherabsetzungen durch Vernichtung der zurückgekauften Namenaktien zu beantragen.

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