Unternehmen / Konsum

Nestlé prüft Optionen für zwei chinesische Marken

Gemäss Medienberichten könnte der Nahrungsmittelgigant Beteiligungen im Wert von mehr als 1 Mrd. $ verkaufen.

(AWP/GAH) Nestlé (NESN 107.68 0.26%) prüft Optionen für die chinesischen Marken Hsu Fu Chi und Yinlu. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstagabend unter Berufung auf Kreise. Dabei sei auch ein Verkauf der Einheiten nicht ausgeschlossen. Das Unternehmen wollte das Gerücht gegenüber FuW nicht kommentieren.

Der Wert der Mehrheitsbeteiligungen wird dem Bericht zufolge auf mehr als 1 Mrd. $ veranschlagt. Es seien aber noch keine finalen Entscheidungen getroffen worden, hiess es weiter. Yinlu stellt trinkfertige Erdnussmilch und konsumfertigem Reisporridge in Konserven her, Hsu Fu Chi ist ein Süsswarenproduzent.

Nestlé hatte die Unternehmen 2011 erworben und kämpft mit geringen Wachstumsraten. In den ersten Monaten schrumpfte der Absatz von Yinlu gar. Insgesamt stagnierte das Geschäft in China in der Berichtsperiode.

Neben Yinlu enttäuschte auch die Kategorie Säuglingsnahrung in China. Der Konkurrenzdruck durch lokale Anbieter sei gross, sagte CEO Mark Schneider anlässlich der Präsentation der Neun-Monats-Zahlen Mitte Oktober. Insbesondere im mittleren Preissegment spüre Nestlé deswegen Gegenwind.

2018 erwirtschaftete Nestlé rund 6,8 Mrd. Fr. in China, knapp 8% des Gesamtumsatzes. Die gesamte Region Asien und Ozeanien (AOA) legte zwischen Januar und September 2019 aus eigener Kraft noch 3,1% zu, nach 4,4% in der Vorjahresperiode.

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