Unternehmen / Konsum

Nestlé-Chef tritt aufs Gaspedal

Analyse | CEO Mark Schneider will Kräfte bündeln. Hautpflege, eine Hinterlassenschaft, hat dabei keinen Platz mehr.

Die Wochen des Bereichs Skin Health im Nestlé-Konzern sind gezählt. Mit Blick auf die schlechte Performance der letzten Jahre kann das Resultat der Überprüfung nur eine Trennung von der Hautpflegesparte sein. Bis Mitte 2019 nimmt sich Nestlé dazu Zeit. Der Vorentscheid des Verwaltungsrats bestätigt, dass CEO Mark Schneider den Portfolioumbau konsequent vorantreibt. Bereits verkauft ist die Lebensversicherungssparte von Gerber und das US-Süsswarengeschäft. Weitere Transaktionen dürften folgen.

Skin Health ist das bisher grösste Geschäftsfeld, das Nestlé unter CEO Schneider zur Disposition stellt. Die Sparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 5000 Beschäftigten 2,7 Mrd. Fr. Umsatz, was 3% des Konzernumsatzes entspricht. Die drei Teilbereiche rezeptpflichtige Medikamente, Kosmetika und frei verkäufliche Mitte, steuern je rund ein Drittel zum Umsatz bei. Die Profitabilität lag trotz Sparprogramm wie dem Stellenabbau in der Forschung und der Schliessung eines Werks unter dem Konzernmittel. Die Bank Vontobel schätzt die operative Marge auf 6 bis 8%. Per Ende 2017 nahm Nestlé zudem eine Wertberichtigung von 2,8 Mrd. Fr. auf Skin Health vor.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?