Unternehmen / Konsum

Nestlé punktet im Onlinehandel

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern schneidet im ersten Halbjahr besser ab als die Konkurrenz.

2020 steht die Welt Kopf – und was bisher als Stärke galt, mutiert bei manchen Unternehmen zum Schwachpunkt. So geschehen bei Nestlé-Konkurrentin Danone: Das sonst äusserst starke Wassergeschäft brockte dem französischen Konzern in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht nur ein organisches Minus von 1,1% ein, sondern belastete auch die Profitabilität .

Die Ursache ist simpel. Flaschenwasser wird grösstenteils in Restaurants und Kiosken verkauft. Dieses Ausserhausgeschäft litt besonders unter den Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern. Der Rückgang um einen Fünftel konnte Danone durch den höheren Absatz von Milch- und Alltagsprodukten in den Läden nicht kompensieren. Zwar beklagte auch Nestlé beim Wasser ein Minus von 10%, doch ist der Bereich für Danone mit einem Umsatzanteil von 20% deutlich wichtiger als für die Schweizer (rund 8%). Zumal Nestlé das wenig lukrative Wassergeschäft in Nordamerika wohl bis Anfang 2021 verkauft. Im ersten Halbjahr gelang ihr insgesamt ein organisches Wachstum von 2,8%. Der Onlinehandel florierte. Nestlé erwirtschaftet mehr als 12% des Umsatzes mit dem Vertrieb im Internet – 2017 war es noch halb so viel. Von den veränderten Verkaufskanälen profitierte auch die Marge, die im Vergleich zur Vorjahres­periode leicht stieg. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?