Unternehmen / Rohstoffe

Glencore und Xstrata auf Ziellinie gestoppt

Der Zusammenschluss von Glencore und Xstrata verzögert sich. Nach dem Stopp durch Katar wird hektisch verhandelt. Die Generalversammlungen werden verschoben.

Die Fusion des Bergbauunternehmens Xstrata mit dem weltgrössten Rohstoffhändler Glencore verzögert sich, weil Xstrata-Grossinvestor Qatar Holding seine Zustimmung an ein verbessertes Umtauschverhältnis knüpft. Xstrata hat reagiert und die viel kritisierten Treueprämien angepasst. Der gewiefte Dealmaker Ivan Glasenberg, CEO von Glencore, versucht zu retten, was zu retten ist, und sucht das Gespräch mit dem katarischen Staatsfonds. Anwälte beider Seiten verhandeln.

Kurz vor Ablauf der Frist, in der die vereinbarten Bedingungen noch verändert werden können, am Donnerstagabend, ist die Zeit aber zu knapp geworden. Sowohl Glencore als auch Xstrata haben beantragt, die jeweiligen Generalversammlungen auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Xstrata vermittelt noch leise Hoffnung und betont, den Zusammenschluss im Oktober abschliessen zu können. Vorher wurde damit schon für das dritte Quartal 2011 gerechnet. Glencore schweigt sich aus und will später informieren. Fraglich ist, ob die Differenzen mit Qatar Holding bereinigt werden können. Ivan Glasenberg tut sich sehr schwer, entgegenzukommen.

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Leser-Kommentare

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Peter Canada 28.06.2012 - 14:52
Das oberste Management von Xstrata ist bereits mit vielen Aktien an der Firma beteiligt. Wenn dieser M&A so vorteilhaft ist, muss doch nicht noch extra viel Honig (Halteprämie) aufs Brot gestrichen werden. Ich werde den Gedanken nicht los, dass es sich hier um “Schweigegeld” handeln könnte, denn das Topmanagement von Xstrata kennt ja den wirklichen Wert am Besten. Meine These,… Weiterlesen »
Benno Hälg 28.06.2012 - 17:36
Es ist einfach schamlos und ungeheuerlich, wie sich trotz all der Vorkommnisse der Vergangenheit, sich viele Topmanager weiter auf Kosten der Aktionäre durch eigen gemachte Regeln riesige Summen, quasi legal dem Unternehmen und den andern Aktionären stehlen. Wenn da nicht staatlich verordnete Grenzen gesetzt werden, kriegen die den Hals nie voll. Ich war der Meinung, die Zeit der goldigen Fallschirme… Weiterlesen »
Peter Contoguris Troemel 09.07.2012 - 09:36
Die pekuniaeren Ansprueche des Fuehrungteams sind weder moralisch noch ethisch korrekt. Diese enorm aufgebauschten Treuepraemien, noch dazu lediglich fuer einen 36 monate lang waehrenden Verbleib, haben fast keinen Praezedenzfall im M+A Geschaeft. Dies geht dann zu Lasten der Shareholder. Die Association of British Insurers hat gut daran getan dies heftig zu kritisieren. Der Qatarische Staatsfond hat versucht das Verhaeltnis des… Weiterlesen »