Unternehmen / Schweiz

Neue Lust auf Börse – ausser in der Schweiz

Weltweit kommen Börsengänge wieder an. Der Januar war der beste Monat für US-IPO jemals. Hierzulande hat die Aufhellung am Kapitalmarkt viele überrascht.

Martin Stothard ist frohen Mutes: «Rund um den Globus», so schreibt der «Financial Times»-Autor in einem Artikel Anfang dieser Woche, «hat die IPO-Aktivität 2013 zugenommen, weil der Risikoappetit der Anleger nach den Massnahmen der Zentralbanken im vergangenen Jahr wieder gestiegen ist.» Weltweit. Wirklich? In der Schweiz ist es derzeit ruhig in puncto Börsengänge – und bleibt es in nächster Zeit auch.

«Im ersten Halbjahr erwarte ich den einen oder anderen kleineren Börsengang in der Schweiz», sagt Peter Guenthardt, CEO der UBS Investment Bank Schweiz, «aber keinen mit einem Emissionsvolumen von mehr als 500 Mio. Fr.» Sein Branchenkollege Marco Illy, Leiter Investment Banking Schweiz bei Credit Suisse, erklärt: «In diesem Frühjahr sehen wir vielleicht noch einen Börsengang – weitere sind ­allenfalls ab der zweiten Jahreshälfte bereit.» Dabei heisst es in Finanzkreisen, ein bis zwei Dutzend Gesellschaften hierzulande hätten sich schon fit gemacht für ein mögliches IPO (Initial Public Offering). Viele davon allerdings brauchen jetzt kein frisches Kapital, sind etwa ausreichend ­finanziert mit Wagniskapital, warten ab aus individuellen Gründen – oder sind schlicht von der plötzlichen Aufhellung an den Märkten überrascht.

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