Unternehmen / Finanz

Neue Private-Equity-Transaktionen sind weggebrochen

Beteiligungsgesellschaften unterstützen ihre Portfolios in der Krise und halten Ausschau nach selektiven Zukäufen, die nach Preiskorrekturen möglich werden.

Viel Geld, wenig Kaufgelegenheiten. So lässt sich die Situation der Private-Equity-Gesellschaften in Zeiten der Coronakrise gut umschreiben. Viel Geld ist in den vergangenen Jahren in die Privatmarktbranche geflossen. Schätzungen zufolge sitzt die Branche auf mehr als 1400 Mrd. $, die investitionsbereit sind, dem sogenannten Dry Powder.

Doch im Moment ist alles anders. «Zwischen 70 und 80 Prozent aller Deals sind unterbrochen», sagt Timo Knak, Leiter Deal Advisory und Leiter M&A beim Unternehmensberater KPMG. Private- Equity-Gesellschaften signalisieren zwar, dass sie an Zukäufen interessiert sind, jedoch werden diese nur stattfinden können, wenn abschliessend beurteilt werden kann, ob das Übernahmeziel auch nachhaltiges Potenzial aufweist. Für zahlreiche Branchen lassen sich derzeit jedoch kaum aussagekräftige Prognosen erstellen, sagt Knak. Der Trend wird von Branchenvertretern bestätigt. «Neue Transaktionen sind weggebrochen. Momentan gibt es noch ein paar wenige Themen, etwa im Bereich Software oder Technologie, die diskutiert werden», sagt Daniel Flaig, CEO der auf mittelständische Firmen spezialisierten Capvis. Schwierig wird es für An­lagegesellschaften, deren Portfolios viele Unternehmen aus den Bereichen Automobil oder Tourismus enthalten. Flaig erzählt von einem französischen Kollegen, der in eine Firma investiert hat, die Sprachaufenthalte im Ausland anbietet. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?