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Neue Steuern sollen Löcher stopfen

Die Pandemiebekämpfung kostet. Um die drohenden Schuldenberge zu verringern, setzen einige Regierungen auf neue Abgaben.

Schulden machen statt Sparen: 12 Bio. $ haben Regierungen weltweit versprochen, um das Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgeschäden zu bekämpfen. Doch nicht alle Länder können oder wollen sich zu tiefen Zinsen verschulden. Alternative bietet eines der ­ältesten Mittel der Staatsgewalt: Abgaben. Doch Steuererhöhungen sind schon in Boomphasen unpopulär und in Krisenzeiten umso schmerzhafter. Deshalb setzen Regierungen dort an, wo es ohne viel Widerstand der Bevölkerung auch etwas zu holen gibt: bei den Reichsten der Reichen und den umsatzstarken Digitalkonzernen. 

Argentinien nennt das «einmalige Solidaritätsabgabe». Betroffen sind alle mit einem Vermögen von mehr als 200 Mio. Pesos (2,3 Mio. Fr.). Damit die Wohlhabenden nicht einfach auswandern, sollen auch Millionäre mit argentinischem Pass im Ausland zur Kasse gebeten werden. Auch in Peru und Chile, wo soziale Ungleichheit schon seit Monaten zu Protesten führt, werden Solidaritätssteuern diskutiert. Brasilien plant, bisher von Steuern befreite Dividendenerträge zu besteuern. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Hans Henke 28.10.2020 - 13:23

einen globalen steuerkodex wird es nie geben. das geld ist scheu wie ein reh und
flink wie ein hase. ausserdem werden die länder (siehe england) nach der
amerikanischen philosophie leben: mein land, meine leute zuerst). es ist
noch nicht so weit, aber die weltweit schwachen, teilweise schlecht ausgebildeten
bzw. unerfahrenen politiker werden dafür sorgen, dass d.o. geschriebene
eintritt. schaun wir aml!!!