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Unternehmen / Finanz

Neuer Chef für HSBC

Europas grösste Bank hat einen Nachfolger für Stuart Gulliver gefunden. John Flint, Leiter des Privatkundengeschäfts, übernimmt nun die Position.

(Reuters) Die britische Grossbank HSBC (5 748.4 0.65%) bleibt einer Tradition treu: Auch ihr neuer Vorstandschef John Flint kommt aus den eigenen Reihen. Aufsichtsratschef Mark Tucker beförderte den Leiter des Geschäfts mit Filialkunden und vermögenden Kunden am Donnerstag zum Nachfolger von Stuart Gulliver, der nach sieben Jahren im Amt Mitte Februar 2018 in den Ruhestand geht. Der 49 Jahre alte Flint arbeitet seit 1989 für Europas grösste Bank, die ersten 14 Jahre davon in Asien – von Hongkong bis Indien. «Er versteht und schätzt das Erbe von HSBC und hat die Leidenschaft, die Bank für die nächste Generation zu bauen», lobte Tucker Flint. HSBC profitiert stark von seiner Verankerung in China und anderen asiatischen Wachstumsregionen.

Tucker, ehemaliger Chef des Versicherers AIA, ist seit 1. Oktober im Amt. Er ist der erste Aufsichtsratschef von HSBC, der nicht aus dem Haus kommt. Das hatte Spekulationen genährt, dass er zum ersten Mal in der 150-jährigen Geschichte der Bank auch einen Vorstandschef von aussen holen werde. «Das wäre vielleicht ein bisschen zuviel gewesen und hätte an den Märkten für etwas Unsicherheit über den künftigen Kurs gesorgt», sagte der Hongkonger Berater Benjamin Quinlan. Flint galt bald als Favorit für den Chefposten.

Gulliver, heute 58, hatte HSBC seit der Finanzkrise zusammen mit dem damaligen Aufsichtsratschef Douglas Flint – nicht verwandt mit dem neuen Chef – gesundgeschrumpft und stärker auf Asien als zweiten Heimatmarkt ausgerichtet. Sein Nachfolger soll sie wieder auf Wachstumskurs bringen. Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von zehn Prozent hat HSBC allerdings gerade erst auf unbestimmte Zeit verschoben. Flint bekommt ein Grundgehalt von 1,2 Mio. £ und eine fixe Zusatzvergütung von 1,7 Mio. € im Jahr. Pensionszusagen, kurz- und langfristige Boni kommen hinzu.