Unternehmen / Ausland

Neuer CS-Präsident: ein Bye-bye mit guten Zahlen

Die britische Bank Lloyds schneidet unter António Horta-Osório besser als erwartet ab. Er wechselt am Wochenende zur Schweizer Grossbank.

Mit einem starken Ergebnis im ersten Quartal 2021 verabschiedet sich António Horta-Osório von Lloyds. Der Portugiese hatte die britische Bank während zehn Jahren geleitet. Am Freitag dürfte er an der Generalversammlung der Credit Suisse zum VR-Präsidenten und damit zum Nachfolger von Urs Rohner gewählt werden.

Der 57-Jährige wird sich kommende Woche bereits ab Tag eins mit einer der grössten Krisen der Credit Suisse befassen müssen. Im Zusammenhang mit der Pleite des US-Hedge-Fund Archegos hatte die zweitgrösste Schweizer Bank im ersten Quartal Kreditrückstellungen in der Höhe von 4,4 Mrd. Fr. vornehmen müssen. Im laufenden Quartal werden weitere 600 Mio. Fr. dazukommen. Inzwischen ist dieses Debakel Gegenstand mehrerer interner und externer Untersuchungen. Zudem hat die Finanzmarktaufsicht vergangene Woche eine Untersuchung eingeleitet.

Von der Auflösung von Rückstellungen profitiert

Ganz anders präsentiert sich die Lage bei Lloyds. In den ersten drei Monaten des Jahres hat die Bank einen Vorsteuergewinn von 1,9 MrFd. £ (umgerechnet rund 2,4 Mrd. Fr.) erwirtschaftet. Damit wurden die Markterwartungen deutlich übertroffen. Im Vorjahresquartal, das vom Beginn der Coronapandemie belastet wurde, hatte sie einen Überschuss von 74 Mio. £ erzielt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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