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Neuseelands Abschottung zahlt sich aus

Dank einer rigorosen Grenzpolitik, geografischer Vorteile und des Sommers bleibt die zweite Pandemiewelle aus. Die Wirtschaft schlägt sich erstaunlich gut.

Dank Globalisierung ist jedes Land auf der Erdkugel leicht erreichbar, aber manchmal bilden natürliche Grenzen doch noch wirksame Barrieren. Neuseelands Inseldasein mitten im südwestlichen Pazifik, rund 1600 km von seinem Nachbarn Australien entfernt, erweist sich in der Pandemie als Segen. Die Regierung in Auckland schloss im März die wenigen Zugänge ins Land. Damit bekam sie die Ansteckungswelle unter Kontrolle.

Während auf der Nordhalbkugel die Ansteckungen erneut zunehmen, kann sich Neuseeland auch der zweiten Welle der Pandemie bisher entziehen, unterstützt durch den dort herrschenden Sommer. Es gibt nur vereinzelt neue Ansteckungen. Seit über einem Monat ist niemand mehr am Virus gestorben. Auch wirtschaftlich meistert das Land die Krise besser als andere. Am Samstag wurde die bisherige Premierministerin Jacinda Ardern dafür wiedergewählt, ihre Labour-Partei erzielte das beste Resultat seit 50 Jahren. Wird Neuseeland auch künftig ein Sonderfall bleiben? Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?