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Märkte / Devisen

Neuwahlen verleihen dem Pfund Aufwind

Die Ankündigung von Premierministerin Theresa May hat dem Pfund zu dem höchsten Stand seit sechs Monaten verholfen.

(Reuters) Der Höhenflug des britischen Pfund nach den überraschend vorgezogenen Neuwahlen dürfte einigen Analysten zufolge die Perspektiven für die Devise aufhellen. Am Dienstag war das Pfund als Reaktion auf die Ankündigung von Premierministerin Theresa May mit 1.2908 $ auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten geschnellt. Am Mittwoch hielt es sich über 1.28 $.

Der Schritt sei der einzige Weg für die Tories, eine politische Hängepartie bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU zu vermeiden, betonte Deutsche-Bank-Anlagestratege Ulrich Stephan. «Der Markt interpretiert Mays Vorstoss als Versuch, ihre Mehrheiten zu sichern und eine einheitlichere Stossrichtung für die anstehenden Verhandlungen mit der EU zu erreichen», kommentierten die Analysten von Unicredit. Das ist nach Ansicht von Pimco-Fondsmanager Mike Amey nicht risikolos, aber angesichts eines deutlichen Vorsprungs in den Umfragen dürften die Konservativen in der Lage sein, im Parlament deutlich die Oberhand zu haben.

Die Aussicht auf einen langsamen, geordneten Brexit verbessere die Prognosen für das Pfund massgeblich, sagte Deutsche-Bank-Stratege George Saravelos. «Wir waren in den vergangenen zwei Jahren grundsätzlich negativ gegenüber dem Pfund eingestellt, aber nun ändern wir unsere Sichtweise.»