Unternehmen / Gesundheit

Newron stürzen nach Rückschlag ab

Analyse | Der Wirkstoff Sarizotan, mit dem Patientinnen mit Rett-Syndrom hätten behandelt werden sollen, hat in einer Phase-III-Studie enttäuscht.

Newron hat am Montag das Scheitern ihres Wirkstoffkandidaten Sarizotan bekannt gegeben. In einer Phase-III-Studie mit 129 Mädchen, die am Rett-Syndrom leiden, konnte der Wirkstoff die Atemaussetzer nicht signifikant mindern.

Auf Anfrage von «Finanz und Wirtschaft» erklärt CEO Stefan Weber, die Studienresultate seien eindeutig gewesen (vgl. Box). Newron stellt das Entwicklungsprogramm deshalb ein. Weber betont, dass die Enttäuschung nicht nur für ihn und die Mitarbeiter gross ist, sondern vor allem auch für Betroffene, Angehörige und Pfleger.

«Die Community hatte grosse Hoffnungen», sagt Weber. Seine Gesellschaft bereitet noch die Übergabe einer gross angelegten Studie zur Belastung der Krankheit für die Betroffenen und das Gesundheitswesen vor. 750 Patientinnen und 250 Ärzte, Pfleger und Angehörige werden dazu untersucht und befragt. In den nächsten Monaten werde Newron mit der Community besprechen, wie die Erkenntnisse am besten nutzbar gemacht werden können für das Gesundheitssystem – und möglicherweise für andere Unternehmen, die an Medikamenten arbeiten. Laut Weber ist aber für die nächsten paar Jahre keine Zulassung in Sicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?