Der erste Goalie, der im nordamerikanischen Eishockey (vorübergehend) eine Maske trug, war Clint Benedict, 1930. Erst 1959 begann Jacques Plante, einer der besten Torhüter, der je in der National Hockey League spielte, stets mit Gesichtsschutz aufzulaufen. Er bastelte sich die Dinger selbst, aus Glasfaser, und belieferte damit Kollegen. Plante spielte für die Montreal Canadiens, die vor genau hundert Jahren mit drei anderen Teams aus Quebec und Ontario die NHL gründeten. Seither sind sie ununterbrochen dabei, die Toronto Maple Leafs auch. 1924/25 wurden erste Mannschaften aus den USA zugelassen; heute dominieren die Amerikaner die Liga. 1993 gewannen die Canadiens letztmals den Stanley Cup, seitdem siegten stets US-Franchisen. Die NHL ist im Eishockey weltweit das Mass der Dinge, sportlich und kommerziell: Mit über 4 Mrd. $ Umsatz ist sie «Big Business». Der letzte Torhüter, der unmaskiert spielte, war 1974 Andy «Fearless» Brown von den Pittsburgh Penguins. Goalies, die in der Hockey Hall of Fame in Toronto verewigt werden, spenden ihre Maske. Wladislaw Tretjak, dem «Mann mit den tausend Händen», wurde diese Ehre 1989 zuteil – Montreal hatte ihn zwar 1983 gedraftet, doch das Politbüro sagte «Njet».