Märkte / Makro

Nicht jede ausländische Direktinvestition schafft auch realen Mehrwert

Ein beachtlicher Teil der statistisch ausgewiesenen grenzüberschreitenden Direktinvestitionen sind finanzielle Umbuchungen ohne volkswirtschaftlichen Nutzen.

Wenn Ökonomen den Grad der Globalisierung messen, blicken sie nicht so sehr auf den Welthandel, sondern auf das Wachstum ausländischer Direktinvestitionen. Dabei handelt es sich um grenzüberschreitende Kapitalverflechtungen. Ein Unternehmen gründet eine Tochtergesellschaft im Ausland und verlagert Teile der Produktion dorthin oder eröffnet ein Vertriebszentrum. Vor Ort wird Umsatz generiert, Stellen werden geschaffen, und das Steueraufkommen nimmt zu.

Für das Empfängerland sind sie der ­Inbegriff erfolgreicher Wirtschafts- und Standortpolitik. Anders als bei sogenannten Portfolioinvestitionen in Aktien und Anleihen suchen Direktinvestoren nicht das schnelle Geld. Ihre Engagements überdauern Zyklen der Konjunktur und Kursschwankungen an den Finanzmärkten. So definiert die Schweizerische Nationalbank, dass sie «direkt oder indirekt sowie dauerhaft Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von Unternehmen  ausüben». Die Realität sieht allerdings anders aus.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.