Meinungen

Nicht verzagen

Die Kursverluste der letzten Wochen eröffnen auch Chancen. Ein Kommentar von FuW-Chefredaktor Jan Schwalbe.

«Die Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich, und das wird auch dieses Mal so sein.»

Europäische Aktien sind «out». Zu diesem Schluss kommt, wer sich die Statistiken zu ETF-Käufen anschaut. In der vergangenen Woche wurde unter dem Strich so viel Kapital aus westeuropäischen Aktien abgezogen wie nie im letzten Halbjahr. Die Anleger nahmen doppelt so viel Geld aus dem Markt wie in der nächst «schlimmeren» Woche.

Das spiegelt sich in den Kursen. Der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3'527.29 +0.29%) hat, wie der Swiss Market Index (SMI (SMI 10'359.50 +0.16%)), seit Mitte Oktober rund 10% verloren. Die zweite Coronawelle hat auch den Aktienmarkt erfasst. Besserung ist über Nacht zwar nicht in Sicht, doch was weiterhin für Aktien spricht, ist das Fehlen von Alternativen. Wer nicht Cash horten will, kommt an Aktien einfach nicht vorbei.

 Es ist unausweichlich, dass die Coronamassnahmen in Europa noch härter werden. Das trifft kurzfristig auch Wirtschaft und Konjunktur. Doch wenn wir uns an März erinnern, wird klar, wie schnell sich Aktien jeweils erholen, sobald der berühmte Silberstreif am Horizont sichtbar wird. Auch in der Schweiz gibt es Kandidaten, die jetzt leiden, sich aber bald schon erholen dürften. Dazu zählen Siegfried (SFZN 624.00 -0.56%), BKW (BKW 101.00 -2.13%), Roche (ROG 299.20 -0.17%) und LafargeHolcim (LHN 48.62 +0.81%)(Lesen Sie hier mehr.»)

Die Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich, und das wird auch dieses Mal so sein. Wer sich nicht nur auf die Geschichte verlassen will, sondern auch auf die Bewertung, für den drei internationale Kaufgelegenheiten: Alphabet (GOOGL 1'821.84 -0.17%) (Google) hat gerade wieder gezeigt, wie robust das Unternehmen ist. Die Titel sind historisch günstig zu haben. Ähnliches gilt für BASF (BAS 60.92 +0.43%). Der deutsche Chemieriese steuert nach den Wertberichtigungen wieder auf Kurs. Auch der französische Spirituosenhersteller Pernod Ricard (RI 159.35 +0.47%) hat noch Luft nach oben.

Leser-Kommentare