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Der Nissan Qashqai will innovativ sein – vor allem in seiner Positionierung.

Das Lenkrad ist neu. Ja, das ist die wichtigste Nachricht, die Nissan zum «New Qashqai» zu vermelden hat. Neu ist natürlich relativ, es ist ein Facelift, genau genommen: D-Shape, ein Rad, unten abgerundet. Damit der Zustieg einfacher wird.

Doch eigentlich geht es bei Runderneuerung um nicht weniger als eine Neupositionierung, denn es wird dem Fahrzeug auch noch der letzte Hauch von Abenteuer ausgetrieben, der SUV ja eigentlich charakterisieren soll.

4×4 gibt es nur noch beim stärksten und teuersten Diesel. Die Rolle des kompakten SUV muss bei Nissan nun der X-Trail übernehmen, der im Herbst auf den Markt kommt.

Erneuert wurden beim Qashqai neben dem Lenkrad auch noch ein paar Äusserlichkeiten, die üblichen Verdächtigen bei solchen Facelifts, Lampen vorne und hinten, Frontgrill und so weiter.

Immerhin kann man alt und neu tatsächlich unterscheiden, das ist ja nicht bei allen Herstellern der Fall. Innen gibt es auf Wunsch edleres Leder, die Kunden sollen sich solches gewünscht haben, Premium-Appeal.

Als Visia glänzt der neue Qashqai mit einem Einstiegspreis von nur gerade 22 999 Fr., das ist definitiv eine Kampfansage. Wer aber so ein feines Top-Modell will, der muss dem Händler seines Vertrauens mindestens 37 390 Fr. bringen.

Beim Innenraum findet die Revolution dann wohl erst in der nächsten Generation des Qashqai statt. Es gibt den neuen Qashqai mit dem 1,2-Liter-Benziner mit 115 PS, dem 1,6-Liter-Benziner mit 163 PS, als 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS und als 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS sowie 1,55 Tonnen Gewicht.

Das hohe Gewicht des grössten Diesel ist auch dem Allradantrieb geschuldet, den es nur für dieses Modell gibt. Vorerst ist keine Automatik vorgesehen. Die gibt es zwar, aber nur für den 2WD.

Wir fuhren nur den stärksten Benziner, wobei wir uns da schon ein bisschen gefragt haben, wo all die PS wohnen. Der Wagen ist eine eher zähe Angelegenheit. Und 240 Nm maximales Drehmoment sind irgendwie auch nicht so sehr eine Wand, obwohl sie schon ab 2000/min zur Verfügung stehen.

Ein Rennwagen war der Qashqai ja noch nie, aber weil er in Zukunft wohl gar nicht mehr abseits des Asphalts eingesetzt werden soll, haben die Japaner ihm Manieren beigebracht. Wankbewegungen halten sich in Grenzen.

Man darf davon ausgehen, dass die Verbesserungen und Veränderungen am Qashqai ihm nicht zum Nachteil an der Verkaufsfront gereichen.

Der Nissan hat eine treue Gefolgschaft – und die dürfte zufrieden sein mit dem Modell, das auch in Sachen Verarbeitung einen guten ersten Eindruck macht und weiterhin reichlich Platz bietet. Der Kofferraum fasst 430 Liter, maximal sogar bis 1585 Liter. Ab Anfang August stehen die ersten Qashqai bei Händlern.