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Das sonderbare Verhalten der Grossbanken

Das «Too big to fail»-Problem ist nach wie vor ungelöst. Man hätte die Grossbanken damals verstaatlichen und später zurück an den Markt bringen sollen. Das wäre ein klares Signal für Investoren gewesen, dass sie in der nächsten Krise nicht gerettet werden. Ist eine Bank so relevant für das System, dass sie nicht untergehen darf, bürgt der Staat letztlich für ihre Schulden. Das ist nichts anderes als eine Subvention, die grosse Institute gegenüber kleineren bevorteilt. «Too big to fail» ist deshalb eine grosse Perversion des Kapitalismus.

Dieses Problem können wir nur lösen, wenn wir sicherstellen, dass Banken genug Eigenmittel haben, um grosse Verluste absorbieren zu können. Die Mindestquote des Eigenkapitals von 5 auf 10 Prozent zu erhöhen, reicht dafür nicht. Die Banken wehren sich mit Händen und Füssen gegen strengere Kapitalauflagen und behaupten, dass sie deswegen weniger Kredite vergeben könnten. Das ist aber absoluter Unsinn, denn gemäss dem Modigliani-Miller-Theorem spielt es keine Rolle, ob sie ihre Assets mit Fremd- oder Eigenmitteln finanzieren. Man sollte den Banken daher nicht erlauben, Dividenden auszuschütten, bis ihre Eigenkapitalquote 25 Prozent erreicht.