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«Noch gab es keinen Lehman-Moment»

Danielle DiMartino Booth, CEO von Quill Intelligence und ehemalige Beraterin der Distriktnotenbank in Dallas, über das Fed und die Risiken an den Märkten.

Danielle DiMartino Booth ist eine scharfe Kritikerin der US-Notenbank Fed. Bezüglich der jüngsten Massnahmen der Währungshüter findet die ehemalige Beraterin der Distrikt­notenbank Dallas aber positive Worte. Der Fokus auf den Kreditmarkt sei derzeit das Wichtigste. Denn er ist für das reibungslose Funktionieren des Finanzsystems entscheidend. Aus dem Schneider sind die Finanzmärkte aber nicht. Und auch Unternehmen und die Wirtschaft dürften vor harten Zeiten stehen. Eine rasche Erholung im dritten Quartal sieht sie als unwahrscheinlich. 

Frau DiMartino Booth, am Sonntag kündigte das Fed Massnahmen zur Unter­stützung der Finanzmärkte an, am Montag verloren die US-Börsen so viel wie nie seit 1987. Hat die Notenbank versagt?
Ich denke nicht, dass die US-Zentralbank versagt hat. Hätte sie nichts unternommen, wäre es schlimmer gekommen. Das Fed versuchte sicherzustellen, dass der Handel an Wallstreet höchstens einmal unterbrochen wird und die Kurse nicht noch stärker fallen.

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Leser-Kommentare

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Jörg Keller 17.03.2020 - 14:49
Vielen Dank für dieses sehr gute Interview. Auch wenn bisher nicht alles zum schlimmsten steht (endlich doch noch gesteigerter „Sense of Emergency“ sowie Problembewusstsein bei Staat und Zentralbanken) müssen wir die Gefahren und Probleme beim Namen nennen: Sofern wir keine verlässliche wirksamen Medikamente oder Impfmittel innert 1-2 Monaten finden (die Chancen hierfür stehen schlecht), steht unseren Krankenhäusern das Armageddon bevor… Weiterlesen »