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Noch nie in diesem Jahr war die Feinunze Silber so günstig Der starke Dollar drückt auf den Goldpreis

Peter Kuster

Bis Mitte der Woche stand das Gold unter erheblichem Verkaufsdruck und gab bis 271$ pro Unze nach. Hauptursache für diese Tendenz war der anhaltend starke Dollar. Das Silber folgte dem Gold und ermässigte sich bis 4.75$. Die Platinmetalle notierten uneinheitlich.
Der Höhenflug des Dollars setzte dem Gold in der ersten Wochenhälfte zu. Der Unzenpreis gab vom Montag bis Mittwoch von 275 auf 271$ nach. Ebenfalls negativ auf den Kurs wirkte sich die Meldung aus, Uruguay beabsichtige, seine Währungsreserven umzuschichten. Dabei sollen 25 Tonnen Gold verkauft werden, was der Hälfte des Bestandes entspricht. Die Abschwächung des Dollars am Donnerstag ermöglichte dem Gold eine teilweise Erholung von den Tiefs. Bis Freitagmittag legte es auf 274$ zu.
In einem Interview mit einer Tageszeitung gab der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Hans Meyer bekannt, dass die SNB bisher 85 Tonnen Gold verkauft habe. Im nächsten Jahr sei der Verkauf von 200 Tonnen geplant. Meyer erklärte, dass das Verkaufsprogramm über 1300 Tonnen (Gesamtbestand rund 2600 Tonnen) bisher erwartungsgemäss verlaufen sei. Auch die erzielten Erlöse lägen im Rahmen der Erwartungen der Nationalbank.
Das Silber bewegte sich im Wochenverlauf im Schlepptau des Golds. Bis Mittwoch gab der Unzenpreis auf ein neues Jahrestief von 4.75$ nach. Am Donnerstag und Freitag rückte es vor und wurde am Freitagmittag auf 4.84/4.86$ gehandelt.
Die Schwäche des Silbers Anfang der Woche nährte Gerüchte über die Gründe des Kurseinbruchs. Eine fundierte Stellungnahme war nicht zu erhalten. Beobachter wiesen aber darauf hin, dass ein Markt mit wenig Umsatz, wie das im Silber derzeit der Fall ist, zu grösseren Kursbewegungen neigt.
Das Platin legte von Montag bis Freitag rund 10 auf 577$ zu. Dieses Metall profitiert nach wie vor von der guten globalen Konjunktur und Umschichtungen aus dem Palladium. Im Gegensatz zum Platin bröckelte das Palladium von 740 auf 715$. Einmal mehr machten Meldungen die Runde, dass es nun bald zu Palladiumexporten aus Russland kommen werde. Das Handelsvolumen war erneut sehr gering.UBS Warburg

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