Märkte / Rohstoffe

Noch seltenere Erde

China fordert den Westen heraus. Ein bereits rarer Rohstoff droht noch knapper zu werden.

Ein wenig bekannter Rohstoff gibt China enorme Macht: seltene Erden. Hinter dem obskuren ­Namen verbergen sich siebzehn Elemente, die Elektronik effizienter oder gar erst funktionierend machen. Dank Neodym und Praseodym entstehen starke Magnete, die in Kopfhörern bis hin zu Flugzeugen zu finden sind. ­Yttrium wird in Krebsmedikamenten und Kameralinsen verwendet.

Den Markt dafür kontrolliert China. Knapp zwei Drittel der seltenen Erden werden dort abgebaut. Noch grösser ist mit vier Fünfteln der Anteil Chinas an der Weiterverarbeitung. Obwohl die USA selbst über den Rohstoff verfügen, ist nur noch eine einzige Mine in Betrieb. 80% der seltenen Erden wird aus China importiert. Die EU importiert gar 98% ihres Bedarfs aus China. Das ist den Europäern schon länger ein Dorn im Auge, doch gemindert wurde die Abhängigkeit nicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
Jörg Keller 22.02.2021 - 12:30

Danke und Gratulation zu diesem hoch-informativen Bericht zu Seltenen Erden! Diese Entwicklungen sind von geostrategischer Bedeutung und finden bei uns zumindest bis heute – in Medien und Wirtschaftspolitik – viel zu wenig Beachtung.