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Nokia-Finanzchef Wirén: «5G geht gerade erst los»

Nokia schreibt wieder Gewinn und setzt auf die privaten 5G-Netze. Zu Besuch bei Nokias Finanzchef Marco Wirén in Espoo.

«Wir sprechen nicht so gerne von der Zeit davor», heisst es vielmals, wenn man Nokia-Mitarbeiter auf die Mobiltelefone anspricht. Um die Jahrtausendwende war Finnland weltweit für zwei Dinge bekannt. Und zwar: Rennfahrer und Mobiltelefone mit Monochromdisplay, wie das charakteristische Nokia 3310. Noch 2007 war fast jedes zweite Telefon weltweit ein Nokia-Gerät. Zehn Jahre später sind finnische Rennfahrer noch immer Weltklasse, Nokia-Telefone sind mit dem Siegeszug des iPhone jedoch von der globalen Bildfläche verschwunden. Nokia schrumpfte und musste sich neu erfinden.

Seit zwei Jahren stehen CEO Pekka Lundmark und Finanzchef Marco Wirén an der Spitze des finnischen Unternehmens mit Hauptsitz in Espoo. Beide kamen zeitgleich, versprachen viel und haben geliefert. Unter ihnen hat Nokia den Turnaround geschafft, zahlte sogar eine Dividende aus. Der Weg bis dahin war jedoch steinig. Nokia ist nach dem Rückzug aus dem Telefongeschäft ein globaler Anbieter für die Netzwerkinfrastruktur geworden, anfangs mit sehr gemischtem Erfolg. 

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