Märkte / Emerging Markets

Normalisierung in den Philippinen rückt in weite Ferne

Die engen globalen Verflechtungen machen das Land in der momentanen Krise zusätzlich verwundbar.

Das Wirtschaftswachstum der Philippinen ist zu einem brüsken Stopp gekommen. Nach über zehn Jahren starker Expansion führen die von der Regierung verhängten Massnahmen gegen Covid-19 im ersten Semester 2020 zu einem Abschwung: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um 16,5% zurückgegangen.

«Der Konjunktureinbruch sollte für die Wirtschaftsverantwortlichen der ganzen Region ein Weckruf sein», heisst es in einem Kommentar von Euben Paracuelles, dem Südostasien-Ökonomen des japanischen Finanzhauses Nomura. Die Hoffnung, dass sich die Lage nach der Aufhebung des zweimonatigen strengen Lockdown Ende Mai schnell wieder erholen würde, wurde enttäuscht. Die Philippinen, gemessen an ihrer Bevölkerung das zweitgrösste südostasiatische Land, kann den anderen Volkswirtschaften in der Region nicht den Weg aus der Krise zeigen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?