Märkte

Norwegen schwimmt erfolgreich gegen den Trend

Der wirtschaftliche Aufschwung gewinnt an Fahrt, die Löhne steigen und treiben die Inflation an. Die Notenbank reagiert darauf mit Zinserhöhungen.

Spräche nicht die geografische Lage dagegen, müsste man Norwegen als Exoten bezeichnen. Das Land glänzt wirtschaftlich und weist in allen wichtigen Bereichen genau den gegenläufigen Trend zu dem auf, der in den übrigen Industrieländern zu beobachten ist. Von Abschwung, tiefer Inflation und immer niedrigeren Zinsen gibt es keine Spur. Seit Januar hat sich das sowieso schon kräftige Wirtschaftswachstum noch einmal beschleunigt, die Inflation legt zu, und die Notenbank Norges Bank muss die Leitzinsen weiter erhöhen.

Während Ökonomen im Ausland noch darüber streiten, ob die Phillips-Kurve nicht mehr gilt oder sich nur bis zur Unkenntlichkeit abgeflacht hat, zeigt sich in Norwegens Arbeitsmarkt deutlich: Die Arbeitslosenrate fällt und befindet sich unter dem Niveau, das mit einer normalen gesamtwirtschaftlichen Kapazitätsauslastung in Einklang steht. Daraufhin ist die Lohn-Preis-Spirale in Bewegung gekommen.

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