Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Terra Incognita
Märkte / Makro

Zentralbanken betreten Neuland

Mit dem Kauf von Anleihen haben die Notenbanken ihre Bilanzen aufgebläht. Das birgt grosse Gefahren. Falls das instabile Finanzgefüge kippt, steht die Unabhängigkeit der Geldpolitik auf dem Spiel.

«Die Zentralbanken fühlen sich in ihrer gegenwärtigen Lage zweifellos unbehaglich.» Das sagt Claudio Borio, Chef der volkswirtschaftlichen Abteilung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Ursache für die Besorgnis der Währungshüter sei, dass sie «aussergewöhnliche Massnahmen während aussergewöhnlich langer Zeit» eingesetzt haben. Nun sei ihr Handlungsspielraum enger. Falls eine Rezession oder eine Finanzkrise komme, stünden weniger Optionen zur Verfügung. Borio: «Die Zinsen sind schon ausserordentlich niedrig und die Bilanzen sehr gross.»

Die massive Ausdehnung der Notenbankbilanzen sei «die gefährlichste Nebenwirkung der unkonventionellen Geldpolitik», warnt auch William White, ehemaliger Chefökonom der BIZ. Null- und Negativzinsen seien zwar ebenfalls Neuland, aber Zinssenkungen an sich seien konventionell. Wohin das alles führt, wisse niemand, sagt White. «Wir befinden uns auf völlig unbekanntem Territorium.» Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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