Märkte / Makro

«Notenbanken dürfen sich jetzt keinen Fehler erlauben»

Stefan Gerlach, Chefökonom der EFG-Bank, sagt, warum der Franken fest ist, die Inflation nur temporär hoch ausfallen wird und er sich trotzdem über die Geldpolitik sorgt.

Über ein Jahrzehnt haben Notenbanken die Wirtschaft und vor allem die Finanzmärkte stimuliert. Sie stellten nicht nur Milliarden zur Verfügung, sondern sie lenkten die Zinserwartungen von Konsumenten, Unternehmern und Anlegern erfolgreich, zum Teil auf Jahre hinaus. Diese Fähigkeit scheint ihnen dieses Jahr abhandengekommen zu sein. Die Märkte stellen sich offen gegen die «Forward Guidance», die zuvor so gut funktionierte. Hartnäckig hohe Inflationsraten und das Warten auf die Zinswende sorgen für viel Ungewissheit, in der Notenbanken eine zentrale Rolle einnehmen.

Stefan Gerlach, Chefökonom der Privatbank EFG, ist ein Kenner der Szene. Er war Professor für monetäre Wirtschaft an der Universität Frankfurt, bevor er 2011 für vier Jahre zum stellvertretenden Leiter der irischen Zentralbank ernannt wurde.

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