Märkte / Makro

Notenbanken stützen Bonität der Staaten

Die USA und sogar die schwachen Euroländer müssen vorerst keine Herabstufungen ihrer Ratings fürchten. Der Anleihenkauf der Zentralbanken hilft.

Das Top-Rating haben die Vereinigten Staaten schon einmal verloren. Im Nachgang zur Finanzkrise stufte die Agentur Standard & Poor’s (S&P) 2011 die USA bereits herab: Die Regierung verlor damals bei einer der grossen drei Agenturen ihr AAA und damit die drei Buchstaben, die für die beste Bonitätsbewertung stehen. Moody’s und Fitch, die anderen beiden Ratingprüfer, behielten das Triple-A bei. Dies dürfte den weltweit grössten und liquidesten Markt für sichere Staatspapiere heute noch stützen.

Mit der Coronakrise stehen nicht nur die USA wieder im Fokus von Anleiheninvestoren. Die gelten als konservativ, weil sie das Ersparte ihrer Kunden zum Beispiel in Fonds oder Versicherungen mit wenig Risiko anlegen müssen. Scharf beobachten sie deswegen auch die schwächeren Regierungen, die in der Eurokrise durch die Sparprogramme unter Druck geraten waren: allen voran Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Irland.

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