Unternehmen / Gesundheit

Novartis: Anstellung von Trump-Anwalt ein «Fehler»

Der CEO des Pharmakonzerns äussert sich zum Vertrag mit Michael Cohen. Zudem erhält Novartis eine Zulassungserweiterung für das MS-Mittel Gilenya.

(AWP) Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 82.88 0.48%) und andere Grossunternehmen haben unmittelbar nach Donald Trumps Amtseinführung Beraterverträge mit dem persönlichen Anwalt des Präsidenten Michael Cohen geschlossen. In einer Stellungnahme gegenüber Mitarbeitern, die der Agentur Bloomberg vorliegt, erklärte Novartis-CEO Vas Narasimhan, dass sein Unternehmen mit der Anstellung «einen Fehler» begangen habe.

«Gestern war kein guter Tag für Novartis», wird der Manager aus den Brief an die Angestellten des Unternehmens zitiert. «Wir haben einen Fehler gemacht, als wir diesen Vertrag abgeschlossen haben. Als Konsequenz davon werden wir nun in aller Welt dafür kritisiert, da man mehr von uns erwartet hätte», so der Wortlaut.

Zuvor hatte Novartis verlauten lassen, man habe gehofft, von Michael Cohen für 1,2 Mio. $ in Bezug auf die Gesundheitspolitik der neuen Regierung beraten zu werden. In US-Medien wurde spekuliert, dass Cohen sich von Firmen als Türöffner zu Trump bezahlen liess. Das Weisse Haus wollte dazu am Mittwoch auch auf wiederholte Nachfragen keine Stellung nehmen und verwies auf Trumps persönliche Anwälte.

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