Unternehmen / Gesundheit

Novartis-CEO: «Private Equity zeigt Interesse an Sandoz»

Die Aktien des Pharmakonzerns notieren nahe Jahrestief. CEO Vas Narasimhan nimmt im Interview Stellung zu den Zweifeln und den Aussichten.

Jan Schwalbe, Miriam Kappeler und Rupen Boyadjian

Novartis hat im Gegensatz zu Konkurrenten wie Pfizer, Roche, Merck & Co., Eli Lilly und selbst GSK und Sanofi während der Pandemie bisher kaum mit Impfstoffen oder Medikamenten für Covid-Patienten auf sich aufmerksam gemacht. Im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft», das per Video stattgefunden hat, macht CEO Vas Narasimhan hingegen geltend, Novartis leiste wichtige Beiträge.

Den niedrigen Aktienkurs erklärte er damit, das Potenzial vieler Medikamente sowie der Entwicklungspipeline würden unterschätzt, die Umsatzverluste durch die Konkurrenz von Nachahmerprodukten (Generika) überschätzt. Narasimhan versichert, Novartis werde die 19 Mrd. Fr. aus dem Verkauf des Roche-Anteils diszipliniert ausgeben. Vor einer Entscheidung zur Zukunft der Generikasparte Sandoz müsse diese interne Hausaufgaben erledigen.

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Leser-Kommentare

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Markus Fischer 10.12.2021 - 11:45
Gutes Interview zu einem interessanten Zeitpunkt, vielen Dank! Die Aussagen bestätigen mir, dass der Aktienkurs auf einem interessanten Level für eine Investition ist, dafür spricht die Dividendenrendite von über 4%, ein PE von 11 (2022) und ein hoher freier Cash Flow. Die diesjährige enttäuschende Performance, die günstige Bewertung und der heutige Kursverlauf nach dem Interview zeigen aber auch deutlich einen… Weiterlesen »
Fredy Fischli 11.12.2021 - 00:07

Die Führung bei Novartis ist seit Jahren mangelhaft. Sandoz sollte an die Aktionäre übergeben werden und nicht an irgendwelche Private Equity Firmen verkauft werden, die dann die Preise hochtreiben. Zuviel Geld bei Novartis führt nur zu unüberlegten Zukäufen.