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EU lässt MS-Medikament von Novartis für Kinder zu

Junge Multiple-Sklerose-Patienten erhalten Zugang zu Gilenya. Novartis bietet damit als einzige eine Therapie für Kinder an. 

(AWP/RB) Novartis (NOVN 84.66 -1.31%) hat eine erweiterte Zulassung in der EU für sein Mittel Gilenya erhalten. Künftig dürften auch Kinder und jugendliche Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, mit dem Mittel behandelt werden.

Die Entscheidung der Europäischen Kommission basiere auf den Ergebnissen aus der PARADIGMS-Studie, berichtete der Konzern am Donnerstagmorgen. Darin hatte sich gezeigt, dass Gilenya die Rückfallraten um 82 Prozent gegenüber einer Interferon-beta-1a-Behandlung deutlich reduziert habe.

Wie der Konzern weiter erklärte, leiden junge MS-Patienten häufiger an schwerwiegenden Rückfällen als Erwachsene. Gilenya ist die erste und einzige Therapie, die auch für diese jungen Menschen nun in der EU zugelassen ist. Für erwachsene Patienten ist das Mittel schon länger zugelassen.

Umsatzstärkstes Medikament

Im Mai 2018 hatte bereits die US-Gesundheitsbehörde FDA Gilenya für junge Patienten zugelassen. Erst vor einer Woche folgte dann die Mitteilung, man habe die Warnhinweise auf dem Beipackzettel erweitert. In 35 Fällen bei Erwachsenen hatte die Absetzung des Medikaments zu einer starken Verschlechterung des Gesundheitszustands geführt.

Zugelassen ist das Mittel seit 2010. Dabei wird es zur Behandlung der schubförmig auftretenden MS, der sogenannten relapsing MS, eingesetzt. Gilenya war im letzten Jahr mit fast 3,2 Mrd. $ das umsatzstärkste Medikament im Portefeuille von Novartis. An einem Investorenanlass Anfang November pries das Unternehmen Gilenya als sichere und im Vergleich mit der Konkurrenz effektivere Behandlung der multiplen Sklerose an. Man verwies auf insgesamt positive Daten bei mehr als 260’000 behandelten Patienten weltweit.

Die komplette Historie zu Novartis finden Sie hier. »

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