Unternehmen / Schweiz

Novartis füllt die PipelineÜbernahme von Corthera

Novartis arrondiert das Produktportfolio zur Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch die Übernahme des privat gehaltenen amerikanischen Biopharmaunternehmens Corthera erhält sie die weltweiten Rechte (ausser für Australien und Kanada) am Phase-III-Produktkandidaten Relaxin zur Therapie von akutem dekompensiertem Herzversagen. Novartis bezahlt 120 Mio. $ in bar; zudem sind erfolgsabhängige Zahlungen («Meilensteine») von bis zu 500 Mio. $ fällig.

Novartis will die Zulassungsanträge für Relaxin in den USA und in der EU 2013 einreichen; die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Fast Track) zugesichert. Bei Relaxin handelt es sich um eine Version eines menschlichen Peptids. Phase-II-Tests haben dieses Jahr die blutgefässerweiternde Wirkung von Relaxin gezeigt. Dadurch lassen sich Todesfallrisiko und Spitalaufenthaltsdauer verringern. Die Phase-III-Studien wurden im Oktober aufgenommen. Relaxin wird hospitalisierten Patienten durch Infusion während 48 Stunden verabreicht. Akute dekompensierte Herzinsuffizienz ist einer der Hauptgründe, die zur Hospitalisierung von Patienten ab dem Alter von 65 Jahren führen.Novartis und Roche wachsen seit Jahren schneller als die Konkurrenz, was zeigt, dass die Pipelines überdurchschnittlich gut gefüllt sind. Mit dem aktuellen Schritt baut Novartis das Herz-Kreislauf-Portfolio (derzeit Diovan, Tekturna/Rasilez etc.) vielversprechend aus. Zum Kurs-Gewinn-Verhältnis 13 (2010) und 3,5% Rendite sind Novartis ein Kauf. MR

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