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Unternehmen / Schweiz

Novartis-Gewinn wird zum Halbjahr sinken

Der Pharmakonzern wird erneut ein wenig berauschendes Resultat liefern. Das ist aber bereits bekannt. Umso mehr interessieren Aussagen zur Zukunft.

Novartis (NOVN 82.9 -1.13%) präsentiert am Dienstag die Halbjahreszahlen. Analysten erwarten vom Pharmakonzern einen Umsatzrückgang von 1% auf 23,7 Mrd. $. Der operative Kerngewinn soll 6% auf 6,1 Mrd. $ fallen. Der Kerngewinn je Aktie dürfte 4% auf 2.30 $ zurückgehen. Negative Wechselkurseffekte werden gemäss Novartis im zweiten Quartal den Umsatz um zwei Prozentpunkte und im operativen Kerngewinn um drei bis vier Prozentpunkte schmälern.

Weiterhin belastend wirkt der Patentverlust des Krebsmedikaments Glivec. Dennoch rechnen Analysten für alle Sparten mit einem leicht steigenden Umsatz zu konstanten Wechselkursen. Selbst bei der im Turnaround befindlichen Alcon soll der Erlös leicht nach oben gehen. Dass der Gewinn auf Konzernebene dennoch fallen wird, ist auf erhöhte Aufwendungen für Marketing bei Alcon und der Pharmasparte zurückzuführen.

Aussagen zur Zukunft entscheidend

Zusammengefasst wird Novartis keine berauschenden Ergebnisse liefern. Das ist jedoch längst bekannt. Primär von Interesse ist deshalb, wie es weitergeht. Im Speziellen interessiert, wie sich die neuen Produkte Entresto und Cosentyx entwickelt haben und welchen Ausblick das Management zu kürzlich oder bald zugelassenen Produkten geben wird.

Im Fokus stehen etwa das Brustkrebsmedikament Kisqali und das Mittel Ilaris im Einsatz gegen Herzinfarkt. Weiter erwarten Anleger Kommentare zur Krebs-Gentherapie CTL-019, für die der Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde soeben die Zulassung empfohlen hat. All diese Präparate sind potenzielle Blockbuster, werden zu Spitzenzeiten also mehr als 1 Mrd. Umsatz erzielen und sind für die Zukunft von Novartis entscheidend.

Was passiert mit Alcon?

Abseits des Leistungsausweises ist weiterhin die Zukunft der Augenheilsparte Alcon von Interesse. Novartis hat Anfang Jahr verkündet, Optionen für die Sparte auszuloten. Alles sei möglich, von einem Verkauf an einen Konkurrenten, einer separaten Kotierung bis zum Verbleib im Konzern.

Während CEO Joe Jimenez an einem Investorentag im Mai auffallend oft von der Möglichkeit einer separaten Kotierung sprach, relativierte Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt im Interview mit «Finanz und Wirtschaft»: «Ich würde nicht so weit gehen, dass wir Alcon um jeden Preis abstossen wollen», sagte er vor rund einer Woche (lesen Sie hier mehr).