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Novartis kauft eigene Aktien im Umfang von 5 Mrd. $ zurück

Der Pharmamulti rechnet bis zum Jahr 2018 mit vierzehn oder mehr Blockbuster-Medikamenten und stellt eine «starke und steigende» Dividende in Aussicht.

Am heutigen Investor Day gibt der Basler Pharmariese den Start eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von 5 Mrd. $ bekannt. Es beginnt mit sofortiger Wirkung und soll über einen Zeitraum von zwei Jahren umgesetzt werden. «Novartis (NOVN 82.28 +0.28%) hat eine wichtige Wegmarke erreicht», wird CEO Joseph Jimenez in einer Mitteilung zitiert. Der Augenheilmittelspezialist Alcon (ALC 73.08 -1.35%) sei vollständig integriert und die Verschuldung des Konzerns abgebaut worden. Das erlaube den Start des Aktienrückkaufprogramms.

Der Umbau des Produktportfolios sei auf gutem Weg. Bereits vergangene Woche hatte Novartis den Verkauf des Geschäfts mit Bluttransfusionsdiagnostika an Grifols für 1,7 Mrd. $ bekanntgegeben.

Ergänzende Akquisitionen

Novartis peilt eine Kapitalstruktur an, die ihr ein AA-Bonitätsrating gewährt. Innerhalb dieser Vorgabe stellt der Konzern eine «starke und steigende» Dividende in Aussicht. Akquisitionen seien nur in ergänzendem Umfang («Bolt-on») geplant.

Aktuell wird die Langfrist-Bonität des Konzerns von Standard & Poor’s mit AA– bewertet. Fitch erteilt Novartis bereits das AA-Plazet.

Ein internes Effizienzsteigerungsprogramm umfasst die Zusammenlegung von Forschungszentren und Optimierungen in der Produktion. Damit sollen bis Ende 2015 Produktivitätsfortschritte im Umfang von 3 bis 4% des Umsatzes erreicht werden.

Vierzehn Blockbuster bis 2018

Bezüglich der Pipeline in der Pharmadivision äussert sich Novartis sehr zuversichtlich: Man sei bereit für eine neue Phase des Wachstums. Zusätzlich zu bereits bestehenden Blockbuster-Medikamenten (mit Umsatz von über 1 Mrd. $ pro Jahr) wie Lucentis, Gilenya, Afinitor und Tasigna sei vom Diabetes-Medikament Galvus im nächsten Jahr ebenfalls mit Einnahmen von mehr als 1 Mrd. $ zu rechnen. Die Entwicklungspipeline biete das Potenzial, in fünf Jahren vierzehn oder mehr Blockbuster-Medikamente im Verkaufsportfolio zu haben.

Die im Jahr 2011 von Nestlé (NESN 115.50 +0.00%) gekaufte Alcon sei mittlerweile integriert, und es seien Synergieeffekte von 370 Mio. $ erzielt worden, meldet Novartis. Die Division werde im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen – schneller als der gesamte Markt für Augenheilmittel.

«Finanz und Wirtschaft» rechnet für 2014 für Novartis mit einem Gewinn von 5.20 Fr. je Aktie. Daraus errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 14. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 3,2%.