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Novartis präsentiert neue Daten zu Krebsmittel

Der Pharmariese stellt neue Studiendaten zu seinem Darmtumormittel Lutathera vor. Auch bei der Prostatakrebstherapie macht er Fortschritte.

(AWP) Am diesjährigen Krebskongress Asco präsentiert Novartis (NOVN 83.84 +0.62%) Daten aus der endgültigen Analyse der Phase-III-Studie NETTER-1 mit Lutathera. Wie der Konzern in der Nacht auf Donnerstag mitteilte, führte eine Behandlung mit dem Mittel plus Octreotid LAR bei Patienten mit bestimmten Darmtumoren zu einer klinisch relevanten Verlängerung des Gesamtüberlebens.

Die Patienten, die diese Therapie erhielten, lebten mit 48 Monaten 11,7 Monate länger als die aus Vergleichsgruppe, wie der Konzern berichtete.

Lutathera ist in den USA und Europa bereits zur Behandlung von bestimmten Tumoren des Verdauungstrakts zugelassen. Es handelt sich dabei um eine der ersten zugelassenen Peptin-Rezeptor Radionuklid-Therapien. Diese Behandlung beinhalte ein Zielmolekül mit einer radioaktiven Komponente.

Radioligandentherapie verlängert Überleben bei Prostatakrebs

Zudem kann Novartis mit seiner Radioligandentherapie 177Lu-PSMA-617 die Lebenserwartung von Prostatakrebs-Patienten verlängern. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, erreichten die Daten auch eine statistische Signifikanz.

Analysten hatten bereits im Vorfeld gespannt auf die weiteren Daten aus der Phase-III-Studie Vision gewartet, wie in den zahlreichen Ausblicken auf den Krebskongress ASCO zu lesen war. Dieser findet ab dem morgigen Freitag virtuell statt und Novartis wird dort die Daten vorstellen. Asco gilt als einer der wichtigsten Fachkongresse der Pharmabranche.

Wie Novartis weiter berichtete, erreichte 177Lu-PSMA-617 in der Studie in Kombination mit der besten Standardtherapie (SOC) eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) im Vergleich zu SOC allein. Die behandelten Patienten litten an fortgeschrittenem PSMA-positivem metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC).

So reduzierte die Behandlung mit der Novartis-Therapie das Sterberisiko laut Mitteilung um 38%. Auch das progressionsfreie Überleben fiel mit 8,7 Monaten bei einer Behandlung mit der Novartis-Therapie deutlich höher aus als bei einer SOC-Therapie (3,4 Monate).

Wie Novartis weiter berichtet, zählt Prostatakrebs zu den zweithäufigsten Krebsarten bei Männern. Die Chance, länger als 5 Jahre zu leben, liegt bei 30%, so der Konzern. Sehr oft werde der Krebs erst entdeckt, wenn er schon begonnen habe, Metastasen zu bilden. Die Lebenserwartung liege dann bei etwa 10 Monaten.

Eine Zulassung in den USA und der EU werde man im Laufe des zweiten Halbjahres 2021 stellen, kündigte der Konzern zudem an.

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