Unternehmen / Gesundheit

Novartis bevorzugt Börsengang von Sandoz

Der Pharmariese setzt laut Bloomberg für Sandoz eher auf einen Börsengang als auf einen Verkauf.

(AWP) Bezüglich der Zukunft seiner Generikasparte Sandoz tendiert Novartis (NOVN 82.11 +0.07%) heute offenbar stärker zu einer Abspaltung. Der Basler Pharmariese halte einen Börsengang des 25-Mrd.-$-Geschäfts für «immer wahrscheinlicher», meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf anonyme Insider.

Ein Verkauf des Geschäfts sei dagegen wieder etwas in den Hintergrund gerückt. Denn das schwierige Umfeld für fremdfinanzierte Übernahmen erschwere einen potenziellen Verkauf an private Investoren, so die mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter.

Die steigende Inflation, der Krieg in der Ukraine und die volatilen Aktienmärkte hätten die Rahmenbedingungen für Unternehmensübernahmen erschwert. Banken seien nicht mehr bereit, Geld für grosse Übernahmen bereitzustellen. Und bei dem Verkauf von Sandoz mit Geschäften im Wert von über 25 Mrd. $ würde es sich um eine sehr grosse Übernahme handeln.

Novartis prüfe jedoch weiterhin eine Reihe von Optionen und habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen, so die Personen. Der Pharmakonzern hatte seine Generikasparte bereits letzten Herbst ins Schaufenster gestellt.

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