Unternehmen / Gesundheit

Novartis stärkt neurowissenschaftliche Pipeline

Der Pharmakonzern hat dank des Kaufs von Cadent Therapeutics zwei neue Produktkandidaten in der Pipeline.

(AWP) Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 76.89 -1.68%) holt sich mit der Übernahme des US-Biotechunternehmens Cadent Therapeutics zwei neue Produktkandidaten in die Pipeline. Das US-Unternehmen sei vor allem im Bereich der Neurowissenschaften unterwegs und verfüge derzeit über zwei klinische Programme zur Behandlung von Schizophrenie und eines für Bewegungsstörungen.

Gemäss der Vereinbarung wird Novartis das gesamte ausstehende Aktienkapital von Cadent gegen eine Vorauszahlung und Meilensteinzahlungen erwerben. Die Vorauszahlung liegt bei 210 Mio. $, wie Cadent mitteilte. Zudem könnten Cadent Meilensteinzahlungen von bis zu 560 Mio. $ zufliessen, was einer potenziellen Gesamtvergütung von 770 Mio. $ entspräche.

Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass die Transaktion im ersten Quartal 2021 abgeschlossen wird.

Cadent ist ein privates biopharmazeutisches Unternehmen, das 2017 durch die Fusion von Luc Therapeutics und Ataxion Therapeutics gegründet wurde und sich auf kleine Moleküle konzentriert, die auf neuronale Ionenkanäle abzielen.

Zusammenarbeit seit 2015

Das Unternehmen konzentriert sich den Angaben zufolge auf die Entwicklung von Therapien zur Behandlung von kognitiven Störungen, Stimmungsschwankungen und Bewegungsstörungen.

Die Vereinbarung beinhaltet auch einen Buyout von Meilensteinen und Lizenzgebühren für MIJ821, ein Molekül im klinischen Stadium, das Novartis 2015 exklusiv von Cadent lizenziert hatte, wie der Basler Konzern am Donnerstag in einer eigenen Mitteilung schreibt. Novartis entwickelt MIJ821 aktiv für behandlungsresistente Depressionen.