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Novartis-Studie verfehlt ihr Ziel

Novartis bestätigt, dass das Herzmittel Entresto in einer Studie die Ziele knapp verfehlt hat.

(AWP) Der Basler Pharmakonzern Novartis (NOVN 86.26 0.44%) hat am gegenwärtig laufenden Kongress der «European Society of Cardiology» (ESC) in Paris detaillierte Daten der Paragon-HF-Studie zum Herzmittel Entresto vorgestellt.

Wie bereits vor Monatsfrist bekannt gegeben und am Sonntag nochmals bestätigt, hat das Medikament die gesteckten Ziele allerdings knapp verfehlt. Konkret wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Entresto (Sacubitril/Valsartan) dem aktiven Vergleichspräparat Valsartan gegenübergestellt. Entresto verfehlte die statistische Signifikanz hinsichtlich einer Reduktion eines kardiovaskulären Todes und der Verkürzung des notwendigen Krankenhausaufenthaltes. Getestet wurde an Patienten, die an einer sogenannten diastolischen Herzinsuffizienz (HFpEF) leiden.

Novartis zeigt sich in der heutigen Mitteilung aber nicht ganz unzufrieden: «Während die Reduktion des primären Endpunkts statistisch nicht signifikant war, deutet die Gesamtheit der Evidenz von Paragon-HF auf einen potenziellen Gesamtnutzen von Sacubitril/Valsartan im Vergleich zu Valsartan bei HFpEF hin, insbesondere bei Patienten mit einer unterdurchschnittlichen Auswurffraktion», wird Scott Solomon, einer der Verantwortlichen der Studie, in der Mitteilung zitiert.

Es hebe auch die Komplexität von HFpEF hervor und könne darauf hindeuten, dass einige Behandlungen in bestimmten Patientengruppen – einschliesslich Frauen, die häufiger an dieser Erkrankung leiden als Männer – eine stärkere Wirkung hätten.

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