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Novartis verfehlt Studienziel

Der Pharmariese erreicht das Ziel der Belinda-Studie mit Kymriah nicht. Er ist aber entschlossen, das Medikament weiter zu entwickeln.

(AWP) Novartis (NOVN 74.24 -0.64%) hat bei seiner Belinda-Studie zur Untersuchung von Kymriah als Zweitlinienbehandlung bei aggressivem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom das Studienziel nicht erreicht. Man sei enttäuscht, dass der primäre Endpunkt nicht erreicht wurde, wird Jeff Legos, Executive Vice President, Global Head of Oncology & Hematology Development, in einer Mitteilung von Novartis vom Dienstag zitiert.

Der primäre Endpunkt, also das Ziel der Studie, war laut der Mitteilung das ereignisfreie Überleben. Dieses war definiert als die Zeit vom Zeitpunkt der Randomisierung bis zum ersten dokumentierten Fortschreiten der Erkrankung oder einer stabilen Erkrankung in oder nach der Woche 12 oder dem Tod zu einem beliebigen Zeitpunkt.

Novartis sei weiterhin entschlossen, die Entwicklung von Kymriah und der CAR-T-Therapien der nächsten Generation zu beschleunigen. Man erwarte, dazu auf einem der nächsten medizinischen Kongresse frühe klinische Ergebnisse für diese Therapien vorstellen zu können, so Legos weiter.

Bei der Belinda-Studie handelte es sich um eine randomisierte, offene, multizentrische Phase-III-Zulassungsstudie, die zwei Behandlungsstrategien verglich und die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Kymriah (Tisagenlecleucel) im Vergleich zur Standardtherapie (SOC) untersuchte. Die an der Studie teilnehmenden Patienten hatten ein aggressives B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom mit primär refraktärer Erkrankung oder einem Rückfall innerhalb von 12 Monaten nach der Erstlinienbehandlung. Teilgenommen haben laut der Mitteilung Patienten aus über 73 Kliniken in 18 Ländern weltweit.