Unternehmen / Gesundheit

Novartis verliert in Indien

Novartis hat den Patentstreit um Glivec in Indien endgültig verloren. Der Entscheid ist wegweisend für die ganze Pharmabranche. Die Novartis-Aktien eröffnen 0,4% schwächer auf 67.20 Fr.

(AWP/SDA) Nach über sieben Jahren hat der Basler Pharmakonzern Novartis den Patentstreit in Indien um sein Krebsmedikament Glivec endgültig verloren. Indiens oberster Gerichtshof verweigerte den Patentschutz für Glivec. Das Urteil gilt als Präzedenzfall. Hilfsorganisationen zeigten sich erfreut.

Glivec erfülle nicht die für den Patentschutz notwendige Anforderung einer merklichen Verbesserung gegenüber Vorgängerpräparaten, urteilten die Richter in der Hauptstadt Neu Delhi. Sie bestätigten damit die Ansicht der indischen Patentbehörden und frühere Gerichtsentscheidungen, gegen die Novartis sieben Jahre lang juristisch vorgegangen war.

Für ein neues Patent auf ein Pharmamittel in Indien muss laut Paragraph 3d im Patentgesetz eine «erhöhte therapeutische Wirksamkeit» erreicht werden. So soll das «Evergreening» verhindert werden, also die Verlängerung des Patentschutzes mit nur minimalen Veränderungen zum vorher patentierten Wirkstoff.

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