Unternehmen / Gesundheit

Novartis von Sicherheitswarnung belastet

Die US-Gesundheitsbehörde warnt vor Nebenwirkungen bei Medikamenten gegen gewisse Brustkrebsarten – auch dem Novartis-Mittel Kisqali.

(AWP) Die Aktien des Basler Pharmakonzerns Novartis (NOVN 89.63 0.48%) notieren am Montag mit Verlusten. Der Hintergrund: Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat eine Sicherheitswarnung für die Medikamente Kisqali (Novartis), Ibrance (Pfizer (PFE 37.22 -0.16%)) und Verzenio (Ely Lilly) ausgesprochen. Diese Medikamente, die zur Behandlung gewisser Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs verwendet werden, könnten in seltenen Fällen schwere Lungenentzündungen verursachen, heisst es in einer Mitteilung der FDA vom Freitag.

Für die gesamte Klasse dieser zyklinabhängigen Kinase-4/6 (CDK 4/6) Inhibitor-Medikamente seien entsprechend neue Warnhinweise für die Verschreibungsinformationen und die Packungsbeilage genehmigt worden, so die FDA. Der Gesamtnutzen von CDK 4/6-Inhibitoren sei bei vorschriftsgemässer Anwendung aber immer noch grösser als die Risiken, meint die Behörde.

CDK 4/6-Hemmer sind eine Klasse von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die in Kombination mit Hormontherapien eingesetzt werden zur Behandlung von Erwachsenen mit HER2-negativem fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs, der sich auf andere Körperteile ausgebreitet hat. CDK 4/6-Hemmer blockieren dabei bestimmte Moleküle, die das Wachstum von Krebszellen fördern.

Gemäss FDA verlängern sie die Zeit, während welcher der Krebs nicht wesentlich wächst und der Patient weiter lebt – als das sogenannte progressionsfreie Überleben. Ibrance wurde von der FDA im Jahr 2015 zugelassen, bei Kisqali sowie Verzenio erfolgte die Zulassung 2017.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.