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Novartis weitet Vergleichsstudien aus

Der Pharmakonzern dehnt seine Studien mit Cosentyx aus, einem Medikament zur Behandlung von Schuppenflechte und Gelenkentzündungen.

(AWP) Novartis (NOVN 87.04 1.35%) weitet seine direkten Vergleichsstudien mit Cosentyx weiter aus. Das Mittel zur Behandlung von Schuppenflechte sowie häufig vorkommender Gelenkentzündungen soll in der Studie SURPASS direkt mit dem Biosimilar Adalimumab an Patienten mit ankylosierender Spondylitis, einer chronisch entzündlichen rheumatische Erkrankung getestet werden. Die Studie sei gerade initiiert worden, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Bei dem Biosimilar Adalimumab handelt es sich laut Mitteilung um ein Produkt der Generika-Tochter Sandoz. Es wird derzeit von der europäischen Zulassungsbehörde EMA geprüft, wobei eine Zulassung zur Behandlung zahlreicher immunologischer Krankheiten beantragt ist. Das Referenzmittel ist derweil das Medikament Humira des US-Konzerns AbbVie (ABBV 87.97 -2.15%).

SURPASS sei das erste Programm, in dem Cosentyx direkt mit einem Biosimilar verglichen werde, heisst es weiter in der Mitteilung weiter. Erste Patienten würden bereits rekrutiert.

Direktvergleich mit Standardtherapie

In einer zweiten Studie mit dem Namen EXCEED wird Cosentyx laut den Angaben direkt mit dem Konkurrenzmittel Humira an Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA, Schuppenflechtenarthritis) getestet. Auch bei dieser Studie sei man bereits dabei, Patienten in das Programm aufzunehmen.

Beide Studien zielten darauf ab, wichtige noch offene Fragen für Patienten mit PsA und AS zu beantworten, sagt Robert Landewé, Professor für Rheumatologie in Amsterdam, in der Mitteilung. Direkte Vergleichsstudien lieferten dabei die robustesten und aussagekräftigsten Daten.

Erste direkte Vergleichsstudien überhaupt

ZKB-Analyst Michael Nawrath zielt in seinem Kommentar denn auch darauf ab, dass es sich bei den beiden Programmen um die ersten direkten Vergleichsstudien überhaupt handle. Mit Blick auf das Marktpotenzial schreibt er, Humira generiere mit mehr als 15 Mrd. $ den höchsten Jahresumsatz aller biologischen Medikamente und gehöre neben Enbrel und Remicade zu den TNF-Alpha-Antikörpern, die ihren Patentschutz in den einzelnen Ländern suzessive verlören. Dies sei auch der Grund, warum Novartis auch gleich gegen eines der Biosimilars zu Humira teste.

An der Börse reagieren Investoren freundlich auf die Nachricht. Die Novartis-Aktie legt kurz vor 10 Uhr um 0,7% auf 84,56 Fr. zu, dies in einem festeren Gesasmtmarkt (SMI (SMI 8872.09 1.06%) +0,4%).

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